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Wer weiß, was er wissen will, hat es gut. Er zieht ein Fachlexikon oder eine Enzyklopädie zu Rate, steht sie nun im Bücherregal oder befindet sie sich im Internet. Er schlägt nach, unter »C« wie »Coriolis-Beschleunigung« beispielsweise und schon ist er ein wenig klüger.
Doch was ist mit all jenen, die nicht wissen, was genau sie wissen wollen? Was sollen Sie zur Hand nehmen? Dieses kleine Konversations-Lexikon beispielsweise. Es bieten ihnen – abseits alphabetischer oder thematischer Ordnung – einen Platz, den sein Autor am liebsten mit einem alten, eigenartigen Palmenhaus verglichen sehen würde. Dicht drängen sich in ihm ganz unterschiedliche Gewächse: strenge Kakteen, vertraute Kastanien, exotische Schlingpflanzen, feingliedrige Orchideen, wuchernde Moose. An manchen Plätzen ist es tropisch heiß, an anderen nordisch kühl, an manchen herrscht der Atem der Savanne. Und ohne daß man ahnen könnte, was hinter der nächsten Biegung des wohlbefestigten Weges wartet, folgt das eine auf das andere, das Wichtige auf das Beiläufige, das Triviale auf das kulturell Bedeutsame, das Strenge auf das Kindliche.
Es gibt keinen Weg durch dieses Lexikon, vielmehr jede Menge Pfade, Abkürzungen und Umwege. Egal, welchen von ihnen der Spaziergänger einschlagen mag – er wird nie an ein Ziel kommen. Denn das gibt es nicht. Es ist vielmehr das absichtslose Herumstreifen, das Lesen hier, das Überblättern da und das Nachprüfen dort, worin dieses Konversations-Lexikon seinen Zweck sieht. Und wenn sich dabei der eine oder andere Anlaß für eine freundschaftliche Konversation ergäbe, dann wäre schon viel erreicht.
PS.: Das Buch folgt der alten Rechtschreibung; dies als Kritik an der neuen zu interpretieren, wäre durchaus im Sinne des Verfassers und seines Lektors.
PPS: Wem für seine Mithilfe zu danken ist, erfahren Sie auf einer eigenen Seite.
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